Samstag, 30.5. Anreise von Berlin nach Rotterdam

Um 4.00 Uhr erwachen die 2 Zylinder der AfricaTwin zum Leben. Zum Glück ist das Gewitter

ausgeblieben. Kurz vor Magdeburg treffe ich Ralf und wir fahren gemeinsam weiter. Gegen 15:00 Uhr erreichen wir den Fährhafen Rotterdam. Viele Biker sind hier, die meisten wollen zum TT auf die Isle of Man.

 

Sonntag, 31.5.

Hull – Kildale Campingplatz 200 km

Die Fähre legt pünktlich um 8:00 Uhr in Hull an. Da viele Biker an Bord sind, 90 % wollen zur TT auf der Isle of Man, sind wir erst nach 10:00 Uhr durch die Grenzkontrolle. Danach geht es Richtung Norden. Wir durchfahren den Yorkshire Moor Nationalpark, besuchen Whitby und finden Quartier auf einem Campingplatz irgendwo im Nirgendwo. Das Wetter war toll, morgen erwarten wir wechselhafte Bedingungen.

Montag, 1.6.

Kildale – Braemar 449 km

Das Packen gelingt uns noch trocken, danach öffnet der Himmel seine Schleusen. An der englisch/schottischen Grenze ist es etwas besser und ab Jedburgh wird es trocken. Hinter Perth fahren wir durch das Glen Shee Richtung Braemar im Cairngorm Nationalpark. Morgen soll es Richtung John o Groats gehen.

Dienstag, 2.6.

Braemar – Dingwall 220 KM

Wir vertrauen auf das Regenradar und verlassen den Campingplatz ohne Regenkombi – ein Fehler. Schon kurze Zeit später müssen wir dem Wetter Tribut zollen und pellen die Dinger wieder an. Durch den Cairngorm Nationalpark fahren wir Richtung Norden, auf kleinen SingleTrack Roads. Wir besuchen das Battlefield von Culloden und passieren Loch Ness. Aufgrund des Wetters beschließen wir, auf dem Campingplatz von Dingwall zu übernachten und morgen Richtung John o Groats zu fahren.

Mittwoch, 3.6.

Dingwall – John o Groats 200 km

Kaffee in der Morgensonne, das war eine schöne Erfahrung. Wir wollen ganz hoch in den Norden und fahren dazu ein Stück auf der A9 bis zur B9176. Wir biegen ab Richtung Edderton und besuchen die Balblair Distillery. Danach geht es bis zum Donrobin Castle, dem Stammsitz der Sutherlands. In Helmsdale verlassen wir die A9, um über die A 897 Thurso und John o Groats zu erreichen. Leider erwischt uns wieder eine Regenfront, und erst in John o Groats hört es auf zu regnen. So können wir die Zelte trocken aufbauen, den Klassiker der englischen Küche genießen und den Abend im Pub ausklingen lassen.

Donnerstag, 4.6.

John o Groats – Durness 250 KM

Bei Sonnenschein packen wir die Sachen zusammen und fahren los. Zuerst ein kleiner Abstecher zum Leuchtturm Duncansby Head dann auf kleinen Nebenstraßen nach Thurso. Dort tanken wir und biegen 20 km später Richtung Helmsdale ins Hochland ab. Bei Kilnbrace geraten wir, bis zur Kirche in Syre, in heftigen Regen. Irgendwie passt das aber zur urigen Landschaft, die wir durchfahren. Loch Naver, Altnaharra, die kleine Straße am Loch Hope, all das passieren wir sodann im Sonnenschein. Auf dem Campingplatz Sago Sands, mit grandiosem Blick über den Nordatlantik, finden wir Quartier.

Freitag, 5.6.

Durness – Ullapool 160 km

Das Regenradar behält Recht. Es regnet die ganze Nacht und hört am frühen Morgen wieder auf. Der stürmische Wind trocknet das Zelt, wir packen und fahren los. Das Wetter ist jetzt sehr gut, Sonne und Wolken, Temperaturen ca. 20°C. Wir folgen der A 838 bis nach Unapool und biegen dann auf die Coastel Route B 869 ab. Es ist der absolute Hammer. Die SingleTrack Road windet sich hoch und runter um nicht einsehbare Kurven und über hidden Dips. Wir halten ständig an, weil die Aussichten so gewaltig sind. Unser Tagesziel Ullpool erreichen wir am frühen Nachmittag.

Samstag, 6.6.

Ullapool – Applecross – Isle of Skye

Kein Regen in der Nacht und auch tagsüber fahren wir zu 90 % im Trockenen. Über die Coastel Route erreichen wir den Applecross Pass, welcher sich von Meereshöhe auf 626 m Höhe über die gleichnamige Halbinsel windet. Auf der Isle of Skye finden wir Quartier aud dem Sligachan Campingplatz. Hier gibt es Abends Mexican Food und gegenüber einen coolen Pub.

 

Sonntag, 7.6.

Ein Tag Pause……0 km

In der Nacht setzt sintflutartiger Regen, kombiniert mit stürmischem Wind, ein. Das setzt sich, bis zum späten Nachmittag fort, so dass wir die Umrundung der Isle of Skye sein lassen. Die Wolken hängen so tief, dass die Sicht gleich Null ist. Wir verbringen den Tag im Zelt und in dem Pub gegenüber wo wir zuerst mit einem deutschen Radfahrer und später am Abend mit 2 italienischen Bikern ins Gespräch kommen. Am Abend reisst es endlich auf und wir hoffen auf bessere Bedingungen am morgigen Tag.

Montag, 8.6.

Rundtour Isle of Skye – 270 km

Morgensonne lockt uns zeitig aus dem Zelt. Gegen 8:00 Uhr fahren wir los, zuerst Richtung Portree wo wir in einer Bäckerei frühstücken. Dann weiter zum Kilt Rock Wasserfall und bis nach Staffin. Dort biegen wir, auf die kleine Mountainroad, nach Uig ab.Von dort aus umrunden wir Skye im Norden und besuchen danach Neist Point, im Südwesten der Insel. Das Wetter ist heute optimal aber sehr windig. Wind = keine Midges. Morgen machen wir uns langsam auf den Weg Richtung Hull. Wir haben noch 3 volle Fahrtage.

Dienstag, 9.6.

Isle of Skye – Loch Lomond 270 km

Heute stehen 2 Highlights auf dem Programm, das „HighlanderCastle“ Eilean Donan Castle und das Glen Coe. Bei Sonnenschein erreichen wir das Schloss und genießen den Blick auf das alte Gemäuer. Ralf bucht eine Besichtigung, ich habe das schon früher einmal gemacht. Bei Fort William besuchen wir die örtliche Distille und fahren danach weiter durch das Glen Coe. Da ein Regenschauer gerade abzieht, haben wir Wetterglück. Am Nachmittag finden wir Quartier auf einem Campingplatz nördlich vom Loch Lomond. Dieser hat einen gemütlichen Pub, in welchem wir den Abend ausklingen lassen.

Mittwoch, 10.6.

Loch Lomond – Borderlands 260 km

Der Zeltabbau bekommt heute eine besondere Stresskomponente – Midges. Zu Tausenden umschwärmen sie uns und machen das Leben schwer. Wir befahren den Dukes Pass Richtung Aberfoyle und machen uns auf den Weg zur Roslin Chapel bei Edinburgh. Die letzte Nacht in Schottland verbringen wir auf einem Campingplatz am Rande der Welt – Ruberslaw Camping – wir sind die einzigen Gäste.

Donnerstag, 11.6.

Borderlands – Windermere 200 km

Um den letzten Fahrtag auszufüllen, fahren wir in den Lake Distrikt zum Lake Windermere. Es regnet den ganzen Tag. In Gretna Green verlassen wir Schottland und fahren, auf kleinen B Straßen mit 4 stelligen Nummern Richtung Windermere. Den Kirkstone Pass, mit der Abfahrt „The Struggle“ passieren wir im Nebel. Um zum Campingplatz Park Cliffe zu kommen, nehmen wir die Fähre über den Lake Windermere. Aufbau der nassen Zelte im Niesel hebt unsere Stimmung nicht auf Höchstwerte, aber der Pub auf dem Platz bietet exquisite Biere, ….. hicks.

Freitag, 12.6. Windermere – Hull 240 km

Im Navi haben wir, für die ersten 100 km kleine Straßen und für den Rest schnellere Verbindungen ausgewählt. Wir fahren gegen 7:45 Uhr los. Die kleinen Straßen in den Yorkshire Dales sind herausfordernd zu fahren. Wir frühstücken in Kendal und machen eine Pause in Askrigg und besuchen die Kirche und den Friedhof von St. Oswald. Weiter geht es Richtung York und Hull. Dort herrscht ein so dichter Verkehr, dass wir für 80 km über 2 Stunden brauchen. Als wir im Fährhafen ankommen, ist das Bording in vollem Gange. Der Abend klingt bei Bier und dem Blick auf den Humber aus.

Samstag, 13. Juni

Rotterdam – PM/Löwenberg

750 km Autobahn sind langweilig, müssen aber auch gefahren werden. Irgendwann ist auch das geschafft und die Moppeds stehen wieder in der Garage.